Transformation

Veränderung bricht sich Raum. Wie Silent Spaces analoge und digitale Teams in ihrer Selbstwirksamkeit befähigen

Veränderung bricht sich Raum. Wie Silent Spaces analoge und digitale Teams in ihrer Selbstwirksamkeit befähigen

Gemeinsam den Weg des Wandels gestalten und beschreiten, dafür  engagiert sich Marco Harenberg, Vorstandsmitglied der sustainable natives eG. Kürzlich  hat er sich zu einem Interview mit "Silence Space" zusammengefunden. Silence Spaces ist eine Podcast-Reihe, die im Zuge der Forschungsarbeit "Silence Spaces in Unternehmen" von Simon Ehinge entstanden ist und die stillen und tiefgreifenden  Schritte von Organisationen beleuchtet, die zu einem Weg der radikalen Veränderung führen. Der Podcast zeigt , dass eine andere Wirtschaft und Gesellschaft nicht nur denkbar, sondern auch machbar ist.  Und genau dafür tritt sustainable natives an.

Selbstorganisiert in eine nachhaltige Zukunft

Wie Selbstorganisation unser persönliches Wachstum fördert und fordert – und warum das für die nachhaltige Transformation unerlässlich ist.

Nicola Koch und Sven Latzel - zwei sustainable natives im Gespräch

Selbstorganisation, Soziakratie, Nachhaltigkeit, Agilität, New Work, Kulturwandel, persönliches Wachstum, Empowerment, Verantwortung, Transformation, Leadership, kollektive Intelligenz Unternehmen
 

Nicola: Wie hängen Selbstorganisation und Nachhaltigkeit - zwei sehr komplexe Themenfelder - für dich zusammen?

Sven: Es gibt mehrere Aspekte. Wenn man sich die Effekte von selbstorganisierten Organisationen anschaut, zeigt sich, dass besser-informierte Entscheidungen getroffen werden. Es werden nämlich Entscheidungen eher von Menschen getroffen, die selber von den Entscheidungen betroffen sind und somit eine bessere Einschätzung der Realität haben. Dadurch wird weniger “Müll” produziert: Müll in Form von Zeitverschwendung, aber vor allem Müll in Hinsicht auf Ressourcenverlust durch Fehlentscheidung (z.B. Überproduktion). Das Thema Kontrolle ist ein weiterer Aspekt. Es ist sehr zeit- und kostenaufwendig top-down zu kontrollieren, ob alle MitarbeiterInnen ihre Arbeit machen und die Regeln einhalten. Tatsächlich ist die Kontrolle von oben in einer Organisation jedoch notwendig, wenn die Kultur nur auf Zwang, Regeln und Prozesse basiert und die Menschen bislang keine Fähigkeiten zur Selbstorganisation erlernt haben. Es geht daher darum, Menschen gezielt zu befähigen ihrer Verantwortung gerecht zu werden und ihnen den Sinn ihrer Arbeit bewusst zu machen. Wird dieses Investment in das persönliche Wachstum der MitarbeiterInnen getätigt, stehen mittelfristig ein signifikant niedriger Kontrollaufwand und eine höhere Mitarbeiterzufriedenheit in Aussicht. Zudem fördert Selbstorganisation und agiles Management durch direktere Feedbackprozesse und kürzere Iterationszyklen deutlich die Innovationskraft - siehe zum Beispiel Booking.com. Das Unternehmen war oder ist noch durch agiles und selbstorganisiertes Arbeiten einer der innovativsten Player in der E-Commerce Branche. Da wir wissen, dass wir ein Vielfaches an Innovationskraft brauchen, um die nachhaltige Transformation der Wirtschaft noch rechtzeitig zu bewältigen, sehe ich hier einen weiteren Zusammenhang zwischen Selbstorganisation und Nachhaltigkeit.

Crowd Intelligence sustainable natives

Hast du ein Beispiel aus deiner Beratungserfahrung, inwiefern die Transformation von einer hierarchischen hin zu einer selbstorganisierten Organisationsform zu besseren Entscheidungen geführt hat?

Ich habe kein eigenes Beispiel für eine vollständige Transformation, aber Erfahrungen mit einem hierarchisch-organisierten E-Commerce Unternehmen. Hier wurde ohne die Beteiligung der betroffenen MitarbeiterInnen die Fusion mit einem Unternehmen entschieden, welches gerade eine völlig andere Organisationsform entwickelt hatte. Der Fusionsprozess hat sich daher als sehr kostspielig und ineffizient herausgestellt. Wären die betroffenen Stellen besser in die Entscheidungen eingebunden gewesen, wären viele Fehlentscheidungen vermieden worden – so meine Überzeugung.


Stimmt es, dass die gleichberechtigte Mitbestimmung aller Mitglieder eines Teams – wie zum Beispiel in der Soziokratie – zu einem höheren Verständnis und tieferen Pflichtgefühl für eine getroffene Entscheidung führt?

Ja, das entspricht meiner Erfahrung und der einschlägigen Literatur. Zwar kann ich persönlich nicht von der Transformation ganzer Unternehmen berichten, jedoch von einzelnen Teams. Es macht einen großen Unterschied, ob in einer Gruppe einer oder einige wenige sagen, wie es läuft oder ob es eine klare Aufgaben- und Machtverteilung gibt, wo jedes Gruppenmitglied in seinem Einflussbereich die Entscheidungen trifft. Das heißt nicht, dass es keine Struktur gibt oder kein übergeordnetes Ziel, auf das zu gearbeitet wird. Es bedeutet vielmehr, dass durch angepasste Prozesse, Regeln und die Verteilung von Autorität, Menschen ermächtigt werden Verantwortung für ihre Rolle zu übernehmen.

Was passiert, wenn zwischen zwei Rollen bezüglich des Machtbereiches ein Konflikt entsteht?

In diesem Fall sollte die Person die Spannung transparent ansprechen, ihre Beobachtung schildern und ihren Bedarf, was notwendig ist, darlegt, um ihrer Verantwortung wieder gerecht werden zu können. Am Ende sollte ein gemeinsamer Vorschlag erarbeitet werden. Selbstorganisation bedeutet also in erster Linie, den einzelnen Menschen sich mehr selbst organisieren zu lassen. Hierfür ist jedoch elementar wichtig Spannungen und Konflikte transparent anzusprechen – wohl die größte kulturelle Herausforderung, wie ich denke. Ein Großteil der Menschen ist nämlich gewohnt, dass einzelne Verantwortung übernehmen, bei denen wir dann Verantwortung abladen und denen wir Schuld zuweisen können. Zudem sind viele Menschen gewohnt, durch Zwang und Strafe geführt zu werden. Für die Selbstorganisation ist jedoch die Übernahme von Verantwortung eines jeden Einzelnen eine notwendige Bedingung. Die gute Nachricht: Der Weg hin zu einem selbstbestimmteren und selbstorganisierteren Arbeiten kann erlernt werden. Ich bin auf Grundlage meiner Erfahrungen davon überzeugt, dass nach einem solchen Lernprozess die Zufriedenheit in der Gruppe erheblich steigt, da der Arbeitsalltag deutlich vielfältiger und damit geistig gesünder wird.

Kreis-Organisation Vernetzung

Das kultureller Wandel in Unternehmen die wichtigste und gleichzeitig schwierigste Herausforderung für die nachhaltige Transformation ist, ergab auch unsere globale Nachhaltigkeitsstudie, die wir mit unseren Partnern Ende 2018 veröffentlicht haben. Neben Eigenverantwortung und Transparenz, welche anderen kulturellen Fähigkeiten müssen für eine erfolgreiche Selbstorganisation erlernt werden?

Die Werkzeuge müssen bekannt sein. Ein gut funktionierendes Wissensmanagement ist aufgrund der dezentralen Entscheidungsfindung für Selbstorganisation eine sehr wichtige Komponente. Kritische Selbstreflektion und der Mut die eigene Meinung preiszugeben, sind zudem zwei notwendige zwischenmenschliche Fähigkeiten. Meiner Meinung nach ist die Frage zentral, wie ich mit mir selbst umgehe. Je mehr Verantwortung ich übernehme, desto mehr Reife brauche ich als Mensch. Eine Organisationskultur sollte immer gezielt das persönliche Wachstum des Einzelnen fördern.

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Wir haben verstanden, dass der kulturelle Wandel in Organisationen wesentlich für das Gelingen der nachhaltigen Transformation ist. Ich denke daher, dass persönliches Wachstum und Fähigkeiten wie Verantwortungsbereitschaft und Reflexivität zentrale Determinanten für die nachhaltige Entwicklung unserer Gesellschaft sind. Wie siehst du das?

Ich stimme dem absolut zu. Ich beschäftige mich daher mit der Frage, wie wir genau das in Unternehmen hinbekommen können. Neue Fähigkeiten zur besseren Selbstwahrnehmung wie Meditation oder Yoga werden noch zu sehr als funktionale Selbstoptimierung genutzt, um bspw. stressresilienter zu werden. Für mich und alle, die im besagten Sinne Organisationen für die nachhaltige Transformation fit machen wollen, stellt sich daher die große Frage, wie persönliches Wachstum gefördert werden kann, welches nicht direkt auf klassische Produktivität einzahlt. Die Selbstorganisation hat hierauf eine Antwort, indem sie durch veränderte Arbeitsprozesse den notwendigen Raum für persönliches Wachstum schafft, während die Organisation als Ganzes an Effizienz gewinnt. Die Entscheidung ein Unternehmen selbstorganisiert auszurichten, kann schließlich auch eine gezielte Maßnahme sein, um das persönliche Wachstum der eigenen Mitarbeiter zu aktivieren.

 

Nicola Stefan Koch
Nicola Stefan Koch ist Berater bei sustainable natives sowie Mitgründer und Managing Director des internationalen Think-and-do Tanks Generation Why. Nicola lädt ein, ko-kreativ Lösungen zur Erreichung der SDGs zu entwickeln. In seiner Beratungstätigkeit ist er auf strategisches Management, Performancebewertung und Social Impact Innovation fokusiert.

Sven Latzel
Sven Latzel ist selbständiger Organisations- und IT-Berater und Soziokratie-Experte. Er ist ein sustainable native und Gründer sowie Inhaber der Nürnberger Organisations-Beratung Soziokratie.BIZ und der IT Beratung KODE7.


 

“Gestaltet die Transformation!”

Der Aufruf der globalen Nachhaltigkeits-Crowd an Unternehmen anlässlich der kurzlich veröffentlichten Studie “Sustainability drivers for business transformation”.

Marie-Lucie Linde im Interview mit Dr. Matthias Kannegiesser

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Warum müssen wir Nachhaltigkeitstrends und -standards besser verstehen, um die nachhaltige Transformation voranzutreiben?

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Trends und Standards machen die nachhaltige Transformation konkret und umsetzbar.

Ein Beispiel: Die Mobilitätswende wird durch die dahinter liegenden Trends wie E-Mobilität greifbar. Dieser Trend (hier E-Mobilität) wird dann durch Standards in Wirtschaft und Gesellschaft umsetzbar. So sind Anreiz-Standards wie z.B. die finanzielle Förderung von Elektroautos, technische Standards für Ladestecker oder Ladeinfrastruktur sowie Regulierungsstandards wie Vorzugsregeln für Elektroautos in Städten konkrete Maßnahmen. Trends und Standards sind somit unsere Werkzeuge, mit denen wir jegliche Transformation - sei es Energiewende, Agrarwende oder Armutswende - für die Menschen greifbarer machen und mit denen wir sie proaktiv gestalten.

Warum ist das Studiendesign der kürzlich veröffentlichten Studie “Sustainability drivers for business transformation” von BASF für Unternehmen - ob klein oder groß - nicht nur wegen ihrer Erkenntnisse interessant?

Das Studiendesign hat zwei zentrale neue Elemente: Zum einen wird bewusst eine große Zahl an diversen und vielfältigen ExpertInnen eingebunden, zum Beispiel Politik, Wissenschaft, Start-ups, NGOs, Beratungen, Industrie- und WirtschaftsexpertInnen. Wir sprechen hier gern von der “Experten-Crowd”, die noch einmal breiter und vielfältiger wird, indem nicht nur ExpertInnen national oder europäisch, sondern weltweit befragt werden. Zum anderen fragt die Studie ausschließlich nach den Nachhaltigkeitstrends und -standards in den Kundenindustrien des Unternehmens. Das bedeutet, dass interne Themen bewusst in der Studie nicht betrachtet werden. Es geht konsequent um die Kunden der Unternehmen und welche Transformationen diese in den nächsten Dekaden durchlaufen werden, und zwar konkretisiert über Trends und Standards.

Copyright BASF

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Damit liefert dieses Studiendesign mehrere neue Perspektiven: Über die Vielfalt der Experten-Crowd kommen bewusst Überraschungen und innovative Trendthemen zu Tage, die Unternehmen mit ihren engeren Stakeholdern in der Regel nicht erkennen würden. Diese neuen Themen wiederum bieten den Unternehmen neue Erkenntnisse in Hinblick auf die Wesentlichkeit von Wirkungsfeldern und somit Chancen für ihr Geschäft. Die Perspektive auf Trends in den Kundenindustrien stärkt zudem die Rolle von Nachhaltigkeit als strategischen Geschäftstreiber. Denn aus Kundentrends können Unternehmen Chancen und Risiken für das eigene Geschäft ableiten und gezielt Maßnahmen und Innovationen initiieren, die diese Trends aufgreifen.

Somit werden folgende Fragen beantwortet:

  • Wo können wir in der Zukunft bei unseren Kunden für mehr Nachhaltigkeit wirken und einen Beitrag zum Beispiel  in Hinblick auf die Erreichung der SDGs und der Klimaziele leisten?

  • Wie sieht unser Geschäft in 10 Jahren aus? Was ist unsere Daseinsberechtigung? Womit können wir Geld verdienen und unser Unternehmen wirtschaftlich nachhaltig aufstellen?

Diese Fragen gehen an den Kern der Geschäftstätigkeit - der licence-to-operate - der Unternehmen. Damit ist die Frage von wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen nicht länger ein Compliance-Thema, das Unternehmen in Berichten vorweisen müssen, sondern Nachhaltigkeit wird zum Innovations- und Geschäftstreiber. Es wird zu einem zentralen Faktor für die Zukunftsfähigkeit der Unternehmen. Mit dieser Aufwertung gibt es die tatsächliche Chance, dass Unternehmen die Transformation als Teil ihrer eigenen Geschäftsstrategien vorantreiben.

Wie kam es dazu, dass sich die drei Partner - A.T. Kearney, Impact Hub Netzwerk und sustainable natives eG - für diese Studie zusammengetan haben?

Nachhaltigkeit erfordert die Bündelung aller Kräfte. Wir brauchen Zusammenarbeit und Kooperation über Grenzen hinweg. Für die Studie brauchten wir die sich ergänzenden Profile der drei Partner: A.T. Kearney hat als globale Management-Beratung die analytische Exzellenz sowie die tiefe und weltweite Industrie- und Top-Management-Erfahrung einer Unternehmensberatung eingebracht, die man braucht, um eine derartige Studie fundiert und Industrieorientiert aufsetzen zu können. Das Impact Hub Netzwerk hat mit über 100 Standorten und mehr als 10.000 Mitgliedern weltweit eine einmalige Community an Social-Entrepreneurs, Start-ups und NachhaltigkeitsexpertInnen, die eine unglaubliche Vielfalt an Expertisen einbringen konnte. Und wir von sustainable natives, als Genossenschaft und Gemeinschaft von ExpertInnen, die durch interdisziplinäre und co-creative Teams Unternehmen und Organisationen bei der Gestaltung der nachhaltigen Transformation unterstützt, hat das Design der Studie als dialog-orientiertes Crowdsourcing neu gedacht und besonderen Wert auf die kreative Aufbereitung und Kommunikation der Ergebnisse gelegt. Die Bilanz: Die Zusammenarbeit über Grenzen hinweg funktioniert, denn alle Partner konnten sich gegenseitig wertschätzend in ihren Rollen unterstützen. Es ist der Beweis dafür, dass in neuen Allianzen der Schlüssel für das Gelingen der nachhaltigen Transformation liegt.


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Warum haben die Ergebnisse der Studie durch das besondere Design eine andere Qualität?

Die Studie hat mehr als 10.000 Datenpunkte, über 70 Trends und 120 Standards geliefert, die von NachhaltigkeitsexpertInnen weltweit umfassend bewertet und mit Kommentierungen unterlegt wurden. Es gibt weltweit möglicherweise derzeit keinen besseren Datensatz zu Nachhaltigkeitstrends und -standards in diesen konkreten Industrien. Aus diesem wertvollen Datenschatz ergibt sich ein klares Bild mit zum Teil zu erwartenden Ergebnissen. So wurde z.B. die zentrale Rolle erneuerbarer Energien für die weltweite Energiewende durch die Experten-Crowd bestätigt. Zudem liefert dieses Bild klare Abstufungen zwischen Trends, die dabei helfen, wichtige von unwichtigen Trends zu unterscheiden.

Für uns liegt in der Studie ein regelrechter Augenöffner versteckt: Während die Frage der Wesentlichkeit bisher durch intern gerichtete Themen wie "Compliance", "nachhaltige Produkte" oder "Betriebsökologie" getrieben wurde, liefert diese Studie neue Business-Themen, die alle marktorientierten Rollen im Unternehmen direkt ansprechen, unternehmerisch tätig zu werden, Chancen zu ergreifen und Risiken zu managen.

Was ist die Kernbotschaft, die die globale Nachhaltigkeits-Crowd Unternehmen mit auf den Weg gibt?

Gestaltet die Transformation! Denkt euch in eure Kundenindustrien ein! Antizipiert nachhaltige Veränderungen eurer Kunden. Und seid dann die ersten, die den Kunden helfen, in den Trendthemen erfolgreich zu sein. Dann leistet ihr für eure Kunden, für die nachhaltige Transformation und euer eigenes Geschäft den besten Beitrag.

Mehr zur Studie finden Sie hier.


 

Dr. Matthias Kannegiesser

Matthias Kannegiesser ist langjähriger Nachhaltigkeitsexperte und war als solcher bei sustainable natives eG Projektleiter für die Studie “Sustainability drivers for business transformation”, die im im Konsortium mit A.T. Kearney und Impact Hub Berlin entstanden ist.

Marie-Lucie Linde

Marie-Lucie Linde ist freie Beraterin für Nachhaltigkeit und Kommunikationexpertin und war als in den Experteninterviews und bei der Aufbereitung der Studie “Sustainability drivers for business transformation” im Projektteam bei sustainable natives involviert.